Und weiter geht´s mit Gartendeko…

Schindel Mauer

Gestern war ich mal wieder bei einem meiner geliebten Hobbymade-Workshops und hatte mir diesmal das Material von zu Hause mitgebracht, die Terrakotta-Schindel und eine meiner absoluten Lieblingsservietten aus dem VBS-Sommerkatalog mit den Namen „Flora Cottage„, ich finde, sie schreit geradezu nach einem Ehrenplatz auf diesem Tonziegel. Alle stimmten mit mir überein, das Mauermuster oben und unten fortzuführen, so dass es nach einem kompletten Bild aussieht.

Hier ist die Anleitung dazu:

Zuerst hab ich den Ziegel mit weißer Acrylfarbe grundiert, das musste in diesem Fall nicht deckend sein, weil ich ja sowieso noch viele andere Farben aufbringen wollte. Auch die Ränder darf man dabei nicht vergessen. Nachdem die Farbe getrocknet war (wir fönen immer, damit wir auch in den 4 Stunden fertigwerden), hab ich den Serviettenkleber aufgetragen (auch wieder inklusive der Ränder) und trocknen lassen, dann die Serviette bei mittlerer Temperatur aufgebügelt mit Backpapier zwischen Serviette und Bügeleisen.

Anschließend hab ich 3 verschiedene Acrylfarben (Grau, Gelb und Blau, also die Farbtöne, die in der Serviette enthalten sind) mit einem Schwämmchen aufgetragen, dabei hab ich oft mehrere Farben gleichzeitig benutzt, bis es so war, dass es für mich passte. Wir benutzen bei Hobbymade immer die Folk-Art-Farben, das sind sehr schöne Vintage-Farbtöne und sie sind im Workshop-Preis enthalten.

Nachdem die Farben getrocknet waren, hab ich mit einem Synthetik-Flachpinsel versucht  eine Mauerstruktur zu erzeugen, Gott sei Dank haben wir einen Farbton gefunden, der fast identisch war mit dem in der Serviette. Für diesen streifigen verwaschenen Effekt nimmt  man nur wenig Farbe mit dem Pinsel auf und streift ihn noch zusätzlich auf einem Stück Küchenrolle ab, bis er fast trocken ist. Er darf aber auch nicht zu trocken sein, deshalb immer mal zwischendurch in Wasser tauchen.

Auch auf die  Serviette hab ich noch Mauerstücke gemalt, damit das Ganze aussieht wie aus einem Guss. Dabei muss man ein bisschen aufpassen, dass man nicht zuviel Farbe nimmt, dann kann die Serviette reißen. Das ist aber kein Weltuntergang, notfalls trägt man auf die Stelle nochmal Serviettenkleber auf, lässt ihn trocknen und macht neue Farbe drauf, das sieht kein Mensch.

Ja das war´s eigentlich schon, man kann diese Mauerstreifen auch mit wasserfester Stempelfarbe aufmalen, ich hab´s an einigen Stellen probiert, die mir etwas zu kahl waren, mit Staz-on in Burgund und auch mit einem Flachpinsel, geht wunderbar.

Zum Schluss hab ich noch 2 Schichten Aqua-Klarlack zum Versiegeln aufgetragen, dabei immer dran denken, jede Schicht trocknen zu lassen, bevor die nächste aufgetragen wird. Den Lack gibt´s auch bei VBS.

Die Schindeln gibt´s im Zweierpack bei VBS, bis einschließlich heute gibt es da noch 10 % auf alles ohne Mindestbestellwert.

Der Ziegel wird unsere Terrasse verschönern, neben unserem Garagentor hängt dieser hier:

Schindel Lavendel

Fernweh…

Hobbymade Fahrrad

Kann man sich in eine Serviette verlieben??? Ja man kann, ich zumindest 🙂 Ich hab sie gestern bei hobbymade gesehen und musste unbedingt im Workshop ein Bild damit machen, Gott sei Dank gab es einen Rahmen, wo ein halbes Serviettenmotiv drauf passt und man das Innenteil sogar herausnehmen konnte, so arbeitet es sich viel leichter.

Wie man sowas macht? Zuerst das Innenteil mit einer hellen Acrylfarbe (weiß, elfenbein o.ä.) grundieren und trocknen lassen. Dann hab ich den Rahmen gestaltet, viele denken, es ist sehr kompliziert diesen Effekt hinzubekommen, ist es aber gar nicht: man spritzt einfach Farbkleckse in blau und weiß auf ein Stück Alufolie und geht dann mit einem Schwämmchen in beide Farben gleichzeitig, bis man diese Wolkenstruktur erzeugt hat. Man kann dabei nichts falsch machen, wenn man meint, man hätte zu wenig von einer Farbe, geht man einfach mit dem Schwämmchen nur in diese Farbe und verteilt sie solange, bis man zufrieden ist. Auch den Rahmen gut trocknen lassen und die Innen- bzw. Außenseiten nicht vergessen!

Auf die Innenplatte haben wir Serviettenkleber aufgetragen (nicht zu dick) und trocknen lassen, dann die oberste Schicht der Serviette abgezogen und glatt und gerade aufgelegt (das ist Tüftelsarbeit, aber sehr wichtig, weil man es nicht mehr korrigieren kann, wenn einmal Falten da sind oder etwas schief ist) und dann auf mittlerer Stufe mit Backpapier dazwischen solange aufbügeln, bis sie sich mit dem Untergrund verbunden hat.

Einige Motive hab ich noch 3D-mäßig aufgeklebt (z.B. das Fahrrad und den Blumenkorb).

Zu Hause hab ich den Rahmen noch etwas verziert mit den Möven-Stanzen von Impression Obsession und der „Sommer“-Stanze von Kulricke. Da die Sommerstanze nur einmal ausgestanzt etwas zu unscheinbar war, hab ich einfach mehrere Stanzteile übereinandergeklebt, und zwar abwechselnd in rot und weiß, jeweils viermal. Das sieht man hier auf dem Foto nochmal genauer, obwohl es unscharf geworden ist, aber das Licht ist einfach sehr schlecht heute. Ich hab sie ganz leicht versetzt übereinandergeklebt, damit man die beiden Farben erkennen kann, das sieht viel lebendiger aus als in nur einer Farbe.
Sommer einzeln

Ich werde mir das Bild so aufhängen, dass ich beim Essen immer draufgucken und dabei an unseren Urlaub an der Ostsee denken kann 😉 Hier stürmt es gerade, dass einem Angst und Bange werden kann, und jetzt hat es gerade sogar gedonnert, toller Frühlingsanfang 🙂

Kaffee-Zeit

Hobbymade Kaffee-Bild

Ich war mal wieder bei einem hobbymade-Workshop, es hat wieder einen Riesenspaß gemacht und ich wollte etwas machen für meine Küche, da ist noch eine Lücke an der Wand. Und was gibt es da Besseres als ein Bild zum Thema Kaffee?

Angefertigt hab ich es wie alle Bilder dieser Art auch, diesmal hab ich krakeliert (unterste Schicht braun, dann zweimal Krakelierlack, oben ein Naturton, ganz wichtig: jede Schicht gut trocknen lassen bzw. föhnen) und ein paar echte Kaffeebohnen mit Decofix (geht aber auch mit jedem anderen Bastelkleber) aufgeklebt. Ansonsten wieder die Serviette auf Aslan-Folie geklebt und aus mehreren anderen Servietten ein paar Kalorienbömbchen ausgeschnitten und teilweise 3D-mäßig aufgeklebt.

Meiner Tochter gefällt das Bild auch und sie hat noch keine Deko für die Küche in ihrer neuen Wohnung, vielleicht bekommt sie es… Für mich ist es auch nicht so gut, wenn ich ständig auf die Törtchen guck, dann komm ich zu oft in Versuchung 🙂 Trotzdem finde ich sie hübsch für den Rahmen, ein bisschen was Süßes zum Kaffee ist schon was Feines 😉

Winterwichtel gerahmt

Winterwichtel-Bild

Mit diesem 3D-Bild, das ich für meine Tochter gemacht habe, möchte ich bei der Weihnachtswerkstatt-Challenge der Kreativtester mitmachen (http://www.kreativtester.de/weihnachtswerkstatt/), das hab ich Heike versprochen 😉 ! Macht doch auch mit, es gibt eine tolle Schneidemaschine (die Artisan Explorer, sehr leicht und handlich zum Mitnehmen) zu gewinnen! Die Kreativtester testen und vergleichen vielerlei Produkte aus dem Bastler-Bereich und erleichtern uns damit die Wahl.

Jetzt zu diesem Bild: ich hab es während eines 4stündigen Workshops zum Thema „Serviettentechnik“ bei Hobbymade in Leverkusen angefertigt, den Rand hab ich erst zu Hause mit Stanzschablonen beklebt.

Ich erkläre euch jetzt mal, wie dieses Bild Schritt für Schritt entstanden ist:

Zuerst habe ich den Innenrahmen mit weißer Acrylfarbe deckend grundiert. Dafür kann man einen Pinsel, aber auch ein Schwämmchen nehmen (ich persönlich arbeite lieber mit Schwämmchen).

Dann haben wir die oberste Serviettenschicht abgezogen und auf Aslanfolie geklebt. Aslanfolie ist eine beidseitig klebende Folie, am besten lässt man die Serviette von oben nach unten einfach glatt herunterfallen und schneidet sie dann aus. Von links nach rechts aufkleben funktioniert zumindest bei mir nicht so gut, das gibt oft hässliche Falten. Der Nachteil bei Aslanfolie ist, dass man nichts mehr nachträglich korrigieren kann, was einmal klebt, klebt bombenfest.

Als Alternative kann man auch Serviettenkleber auf weißen Farbkarton auftragen, die oberste Serviettenschicht auflegen und das Motiv dann aufbügeln mit Backpapier dazwischen. In beiden Fällen empfiehlt es sich, das Serviettenmotiv oder auch kleinere ausgeschnittene Motive zum Schluß noch einmal mit Serviettenkleber zu versiegeln, damit sie staubgeschützt sind.
Das Serviettenmotiv haben wir, nachdem wir die Acrylfarbe trockengefönt haben, mit doppelseitigem Klebeband aufgeklebt. Außerdem haben wir noch viele kleine Motive zusätzlich aus der Serviette ausgeschnitten für den 3D-Effekt, ebenfalls auf Aslanfolie geklebt und dann nochmals  ausgeschnitten.

Jetzt zum Schwierigsten, die krakelierten Außenseiten. Das habe ich so gemacht: zuerst habe ich alle 4 Seiten in weiß deckend grundiert. Für die Krakeliertechnik gilt folgendes: die vorherrschende Farbe ist immer die, die man als oberste Schicht aufträgt, die untere Farbe erscheint dann in den Rissen. Da der Servietten-Hintergrund schon weiß war, wollte ich den Rahmen als Kontrast vorwiegend in rot haben mit weißen Rissen. Jede Schicht muss man gut trocknen lassen, wir haben jedesmal gefönt, weil wir sonst nicht rechtzeitig fertig geworden wären. Als die weiße Farbe trocken war, haben wir 3 Schichten (je mehr Schichten, desto schöner wird der Krakelier-Effekt) großzügig Krakelierlack aufgetragen und jede Schicht einzeln trockengefönt. Zum Schluss habe ich die rote Farbe mit einem Schwämmchen aufgetragen, dabei muss man sehr schnell arbeiten und unbedingt aufpassen, dass man die Farbe nicht mehrfach auf eine Stelle tupft, dann reißt sie nicht auf. Dann das Ganze wieder getrocknet und die ganzen kleinen Motive mit 3D-Pads aufgeklebt bzw. die etwas größeren mit Schaumklebeband.

Zu Hause hab ich dann noch in meiner Stanzensammlung gewühlt, um ein paar schöne große Motive für den Rand zu finden.

Mir machen diese Kurse bei Hobbymade sehr viel Spaß, wir waren nur 4 Leute und so hat man viel Zeit zum Werkeln und zum Schwatzen und kann auch viel voneinander abgucken. Vielleicht hat jemand von euch, der nicht zu weit weg von Leverkusen wohnt, auch mal Lust daran teilzunehmen? Man kann sich im Laden eine Broschüre mit den Workshop-Terminen mitnehmen und sich direkt dort anmelden. Die Serviettentechnik-Workshops finden einmal im Monat am Samstag von 12 – 15 oder 16 Uhr statt, immer gegen Ende des Monats. Und es gibt dort so unglaublich schöne Servietten, die man alle einzeln kaufen kann, und natürlich auch sonst alles, was das Bastlerherz begehrt 😉 .

Verwendet hab ich folgendes für das Bild:

eine Serviette von Ambiente, gibt´s auch bei VBS im 5er- oder 20er-Pack unter dem Namen „Winterwichtel“

3D-Rahmen aus MDF von Hobbymade (gibt´s auch bei VBS für Serviettenmotive in verschiedenen Größen)

Poinsettia-Stanzen von Leane Creatief

Schneeflocken von X-Cut (war eine Gratis-Beigabe zur „Creativity“) und von Kulricke

Wellenoval-Stanze von Spellbinders

Let-It-Snow-Stanze von Kulricke

Herzen von Sizzix

Pinienzweig von Impression Obsession

Puh, das war mein längster Blog-Beitrag bisher, hoffentlich hab ich alles gut verständlich erklärt für alle, die das auch mal ausprobieren wollen 😉 !